Autonomous Driving

Advanced Driver Assistance Systems (ADAS)/ Autonomous Driving

Eine große Herausforderung für Automobilhersteller ist die hohe Anzahl von ADAS-bezogenen Electronic Control Units (ECUs) in Fahrzeugen: Abstandhalter, Fahrspurassistent, Rückfahrkamera, Surround-Ansicht, Parkassistent … Diese Liste wird bei jedem neuen Modell länger. Dies beeinflusst das Gewicht, was wiederum den Kraftstoffverbrauch beeinflusst. Eine hohe Anzahl von Hardware-Komponenten wirkt sich daher negativ sowohl auf die Umwelt als auch auf die Kosten aus.

Das COQOS Hypervisor SDK ist eine geeignete Lösung, um mehrere Funktionen in einer einzigen ECU zu integrieren. Der COQOS-Hypervisor erzeugt separate virtuelle Maschinen (VM), auf denen Nutzer Betriebssysteme mit unterschiedlichen Anforderungen und Sicherheitsebenen (ASIL) installieren können. Auf diese Weise können ADAS-Systeme verschiedener Hersteller auf einem einzigen Prozessor ausgeführt werden.

Zudem ermöglicht die Integration von Funktionen in unterschiedliche VMs die flexible Zuweisung zu Prozessorkernen von Multikern-Prozessoren: Gastbetriebssysteme mit hohen Anforderungen an die Rechenleistung können auf mehrere Kerne zugreifen. Umgekehrt können mehrere VMs einen einzelnen Kernel deterministisch gemeinsam nutzen. Durch diese dynamische Ressourcenzuweisung gewährleistet das COQOS Hypervisor SDK die optimale Auslastung der Prozessorkapazität.

ADAS-Systeme auf der Grundlage von COQOS Hypervisor SDK können in den Cockpit-Controller integriert werden. Beispielsweise könnte das Infotainment-System auf einer der virtuellen Maschinen ausgeführt werden, die von dem COQOS Hypervisor SDK erzeugt wurden, während die Software der Rückfahrkamera auf einer zweiten VM installiert wird. Beide Systeme laufen auf demselben Prozessor. Dies bedeutet, dass die Hardware-Ressourcen einer ECU auf die Infotainment-Funktionen und die ADAS aufgeteilt werden. Diese Zuweisung der Rechenleistung ist insbesondere dann interessant, wenn Prozessoren der neuesten Generation zum Einsatz kommen, die ausreichend Leistung für höchstkomplexe Funktionen bieten, denn die Leistungsfähigkeit dieser Systeme spielt eine kritische Rolle für das zuverlässige Funktionieren. Dazu gehören das schnelle Starten, das Echtzeiterhalten und ruckelfreie Bilder der Rückfahrkamera. Langfristig führt diese Entwicklung zu automatisiertem Fahren und weiter zum autonomen Fahren.